skip to Main Content
Das Können Wir Brauchen!

Das können wir brauchen!

Warum Brauchtum seit jeher zu unserem Leben gehört.
Einige von ihnen sind lebendiger denn je, andere sind schon in Vergessenheit geraten. Es gibt viele Brauchtümer in und um das Salzkammergut mit einer langen Tradition.

Bräuche sind ein wesentlicher Ausdruck unserer Werte. Sie dienten und dienen immer noch der Erhaltung und Weitergabe wichtiger kultureller Werte unserer Gemeinschaft. Wir haben einen Blick in die große und gut gefüllte Brauchtumskiste unserer Region geworfen und sind dort auf Bekanntes und Unbekanntes gestoßen.
almabtrieb   Glöckler1

Bilder: Fotolia, Almabtrieb St. Wolfgang, Archiv Gmundner Milch
Erntedank
Erntedank ist ein kirchliches Fest im Herbst zur Danksagung für die Ernte des Jahres. Das heutige kirchliche Erntedankfest lässt sich zurückführen auf einen weltlichen Brauch des bäuerlichen Arbeitslebens, den die Kirche im 18. Jahrhundert aufgriff. Früher überreichten Gesinde und Erntearbeiter den Bauern nach Abschluss der Erntearbeiten einen Kranz aus geflochtenem Getreide. Erntedank wird an einem Sonntag zwischen Ende September (Michaelitag am 29. September) und Mitte Oktober gefeiert.

Der Liachtbratlmontag
Wenn früher am „Liachtbratlmontag“ erstmals künstliches Licht für die Winterarbeit benötigt wurde, gaben die Bauern und Handwerker ihren Untergebenen ein „Bratl“ (einen Braten) aus. Der Liachtbratlmontag, der erste Montag nach dem Michaelitag (29. September), gilt in Bad Ischl als regionaler Feiertag mit frühem Feierabend in Geschäften, Büros und Ämtern.

Leonharditag
Am Leonharditag, dem 6. November, oder einem benachbarten Wochenende finden ihm zu Ehren Wallfahrten, Leonhardiritte mit Tier- und Pferdesegnungen statt. Der Hl. Leonhard gilt vor allem in Österreich und Bay­ern als Schutzpatron von Rindern und Pferden („Rossheiliger“).

Rauhnacht
Die Rauhnächte sind vier verschiedene Nächte zum Jahreswechsel, die sich zwischen der Wintersonnenwende am 21. Dezember und dem Dreikönigstag am 6. Jänner abspielen (Nacht zum Thomastag, Christnacht, Neujahrsnacht, Nacht zum Dreikönigstag). Sie gelten als eine Zeit „außerhalb der Zeit“, in der die normalen Gesetze der Natur außer Kraft gesetzt und daher die üblichen Grenzen zu anderen Welten aufgehoben sind.

Glöcklerläufe
In der letzten Rauhnacht, in der Perchtennacht vom 5. auf den 6. Jänner, finden nach Einbruch der Dunkelheit in Ebensee und in weiteren Orten des Salzkammergutes und des Voralpengebietes die Glöcklerläufe statt. Die Läufer (Glöckler) stellen nach altem Brauch gute Lichtgeister dar, welche durch ihr Licht die bösen Rauhnachtgeister und die Dunkelheit vertreiben sollen. Glöcklergruppen finden Sie überall rund um den Traunsee. Bereits ab dem Morgen des 5. Jänner sind in Neukirchen und Reindlmühl verkleidete Kinder und Erwachsene von Haus zu Haus unterwegs. Mit dem „Krupf krupf“-Ruf begehren die Kleinen nicht nur Aufmerksamkeit, sondern möchten dabei auch das eine oder andere „Geschenk“ erhaschen.

Almabtrieb
Der Almabtrieb beendet die Almweidezeit und ist das traditionelle Dankfest der Bauern für den gut verlaufenen Almsommer. Beim Almabtrieb wird das Weidevieh mit Kränzen, Bändern und Spiegeln festlich geschmückt. Absolut sehenswert sind auch die großen Glocken, die für eine klingende Geräuschkulisse sorgen. Der Almabtrieb wird in St. Wolfgang auch zum Almkirtag, wo bäuerliche Schmankerl angeboten werden, Musik erklingt und altes Handwerk bestaunt wird.

„Brauch“
Ein Brauch kommt von althochdeutsch bruh ‚Nutzen‘; auch Usus, von lateinisch uti ‚gebrauchen‘. Damit bezeichnet man eine innerhalb einer Gemeinschaft entstandene, regelmäßig wiederkehrende, soziale Handlung von Menschen in festen, stark ritualisierten Formen (Quelle: Wikipedia).
Eine umfassende Sammlung und Beschreibung aller Bräuche unserer Regionen finden Sie online in der „OÖ. Brauchtumsdatenbank“ – den Link dazu auf unserer Website www.gmundner-milch.at.

Back To Top
×Close search
Suche